Alsace-Lorraine à l'envers

11-01-2023

Obwohl England unter Ausschluss der Deutschen in Paris einen höheren Anteil der Reparationszahlungen als le Tigre abverlangte, besetzten seine Alliierten rechtsrheinische Teile der Weimarer Republik, weil diese in eine problematische Lage der Ablösung geraten war (Georges-Henri Soutou 🇫🇷, Peter de Bourgraaf 🇳🇱).

1923: "Umgekehrte Kolonisierung"?
1923: "Umgekehrte Kolonisierung"?

Am 24. November 2021 wurde in der Reihe „100 Jahre politischer Mord in Deutschland“ über das Thema „Die Besetzung des Rheinlands und die "schwarze Schmach"“ berichtet. In dieser Kooperation von Deutschlandfunk und dem Leibniz Zentrum für Zeitgeschichtliche Forschung in Potsdam spricht im Endeffekt sehr wenig für die Prämisse, der wachsende „Argwohn gegen die Republik“ im Zusammenhang mit der Besetzung des Rheinlandes zu betrachten. Vor drei Jahren trat der Vertrag in Kraft, aufgrund dessen ein ausgewachsener Argwohn entstanden war. Wenn dieser weiterhin wuchs, führte dies auf Erfüllungsakteure wie eine kollaborative Republik zurück (Lausche aufmerksam der Rede des Reichskanzlers Joseph Wirth, 26.VI.1922, bei unseren Berliner Kollegen).  Am Ende des etwa siebenminütigen Berichtes DLF/ZZF wird der Argwohn einzeln auf die „rassistische Propaganda“ zurückgeführt. Diese ist nicht als Ursache, sondern Folge zu betrachten.


To be continued: The »coming home« of European colonialism ("as genocide on European soil," nach Hannah Arendt).